Wieder einmal hat es Holten getroffen. Es mag ja fast 70 Jahre her sein, aber noch immer ist Holten auch betroffen. Zum Glück musste nicht wieder halb Holten evakuiert werden.

Jetzt lag die Fliegerbombe in 7 m Tiefe, so dass sich im Falle einer Detonation die Druckwelle nach oben ausbreitet. Doch diesmal mussten insbesondere diejenigen evakuiert werden, die den Bombenterror noch live erlebt haben, nämlich die 90 Bewohner des  ASB-Seniorenzentrums am Holtener Mühlenweg. Während der Entschärfung werden sie im Pfarrheim an der Bahnstraße untergebracht, ironischerweise genau neben dem Bunker, in dem sie so manche Nacht verbracht haben. Ein Alleinunterhalter sorgte für den richtigen Schwung.  Unter anderen Umständen hätte man im doppelten Sinn von einer bombigen Stimmung gesprochen.

Wir sollten uns daran erinnern, das fast alle Holtener Angehörige verloren haben.  Auch die Männer des Räumkommandos  riskieren jedes Mal ihr Leben.  Lasset uns ihrer gedenken.