Stadt Holten

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1000 km auf dem Motorrad

Auch in diesem Jahr trafen sich die Zweiradfreunde der AMICITIA auf dem Holtener Marktplatz. In den Vorjahren war der Weg das Ziel. Diesmal wurde durch eine zusätzliche Übernachtung der Freiraum geschaffen werden, am Zielort eine große Runde zu drehen. Deshalb trafen sich die Freunde bereits am Freitag, dem 27.6.2014 um 16:00 Uhr nach getaner Arbeit. Es folgte das Übliche: Begrüßung, letzte Kontrollen, Absprache der Reihenfolge, Gepäck im Tross verstauen, auf den verschiedene Bikes probesitzen, bekanntgeben des ersten Etappenziels und dann der Abschied von den daheimbleibenden Lieben
Das erste Stück über die Autobahn war rasch geschafft, und schon ging es hinein ins Bergische Land. Durch die Klingenstadt Solingen kurvten wir Richtung Remscheid.

Unter der höchsten Stahlgitterbrücke Deutschlands gab es im Haus Müngsten den ersten Imbiss. Doch vorher mussten sich alle erst einmal trocken legen, denn ausgerechnet auf dem 300 m vom Gastronomiebetrieb entfernten Parkplatz öffnete der Himmel seine Schleusen. Nachdem sich die Mehrheit bei Pfannkuchen (Bestellung vor 18:00 Uhr), Flammkuchen (Bestellung nach 18:00 Uhr) oder anderen Leckereien gestärkt hatte, ging es gegen 19:00 Uhr über feuchte Straßen, aber glücklicherweise ohne Regen weiter.
Die Planungschefin Bianca führte den Trupp über verschlungene Wege nach Altena. Im dortigen Burgrestaurant war ein weiterer Halt vorgesehen. Der eine oder andere, der noch nicht gegessen hatte, freute sich bereits auf einen kleinen Imbiss. Leider spielten schlechter werdendes Wetter, einbrechende Dunkelheit und eine Umleitung allen einen Streich. Die Burg blieb spurlos verschwunden, sowohl für Bianka als auch für diverse Navigationshilfsmittel. Glücklicherweise hatte jemand die Idee, auf die Uhr zu schauen und uns daran zu erinnern, dass um 22:00 Uhr in Bad Arolsen das Abendessen aufgetischt werden sollte. Mittlerweile war es 20:30 Uhr. Die erste Kalkulation des Routenplaners der Marke Medion spuckte 145 km und 2:45 h Fahrzeit über Landstraßen aus. Jemand hatte mitgerechnet und Mitternacht als Ankunftszeit ermittelt. Bei den gegebenen Wetter- und Lichtverhältnissen würden wir sogar noch später ankommen. Die schnellste Route führte über verschiedene Autobahnen, war 15 km länger und dauerte dafür nur realistische 2 h. Schließlich einigten wir uns darauf, die ersten 40 bis 50 km motorradgemäß über Landstraßen zu fahren und dann doch schweren Herzens über die A44 Richtung Kassel zu brettern.

Eine halbe Stunde vor Mitternacht streckten wir unsere Beine an der Bar des Landgasthofes Teuteberg in Bad Arolsen ausstrecken. Die Zeit des Abendessens war natürlich vorbei, aber es gab noch Erdnüsse, Kräcker und ähnliches, um den ärgsten Hunger zu stillen. Der Kilometerzähler wär während der ganzen Fahrt übrigens recht fleißig und hatte zum Schluss mehr als 300 km notiert.

Für Samstag war eine große Rundreise eingeplant.
Wegen verschiedener Mängel bei der Regenbekleidung legten wir die Route über Motorrad-Louis in Kassel. Während der eine oder andere dort nach Schnäppchen suchte, machte es sich der Rest beim für „lau“ angebotenen Kaffee und Kuchen gemütlich. Natürlich nicht zu lange, denn der Weg war das Ziel. Illustre Ortschaften wie Freudenthal oder Witzenhausen verschwanden im Rückspiegel. Der Aufschwung Ost ist dort vorübergegangen, denn man befindet sich noch in Hessen. Teilweise ging es nicht über Straßen, sondern über enge Buckelpisten, stets der Sturzgefahr durch Split oder Steinchen auf der Fahrbahn ausgesetzt. Den Wendepunkt der Tour markierte das malerischen Altenburschla nahe der Grenze zu Thüringen. Dort legte der Konvoi in einem Landgasthof am Dorfanger eine kurze Rast ein.
Um 14:30 Uhr ging es wieder retour. Der Plan sah eine Route über Bad Wildungen und Waldeck am Edersee vor. Das unerbittliche Cockpitchronometer war dagegen. Also doch noch mal rauf auf die Autobahn, an Kassel vorbei nach Bad Arolsen, wo wir gegen 18.00 Uhr ankamen. Der Kilometerzähler hatte weitere gut 300 km notiert.

Der Landgasthof Teuteberg hatte inzwischen den hauseigenen Grillplatz hergerichtet. Zusammen mit den anderen Hausgästen saßen wir behaglich unterm zweckentfremdeten Carport im Trockenen und genossen das Salatbuffet sowie diverse Leckereien vom Grill. Anschließend ließen wir den Abend bei Benzingesprächen an der Bar gemütlich ausklingen.

Der Sonntagmorgen bot uns ein leckeres Frühstück, bevor es ans Bezahlen ging. Als nächstes Ziel wurde Café Geronimo am Möhnestausee verabredet, denn unser Trossfahrzeug wollte wie auch auf dem Hinweg den direkten Weg nehmen.

Im Gegensatz zum Vorjahr war das Lokal nicht überfüllt und wir konnten uns auf das Mittagsmahl konzentrieren. Nebenbei bemerkten wir, dass der Teutebergwirt den Grillabend nicht abgerechnet hatte. Absicht oder Versehen? Darüber machten wir uns keine weiteren Gedanken, denn es galt, die letzte Etappe in Angriff zu nehmen. Bis zum Holtener Marktplatz waren es nur noch 111 Autobahnkilometer. Die wollten wir natürlich weiträumig umfahren. Unser Navi ließ sich überreden, eine Tour über Soest Richtung Norden vorzuschlagen, wo wir in der Nähe von Beckum auf die B58 trafen. Ohne weitere Umwege folgten wir dieser über Ahlen und Lüdinghausen zum Halterner Stausee. Von jetzt an fanden unsere Maschinen den Weg fast von allein, so dass wir uns gegen 18:00 Uhr im Garten der Familie Eichholz an den gedeckten Tisch setzen konnten. Wieder einmal konnten alle nach einer erfolgreichen Tour den Abend unter Freunden ausklingen zu lassen.

Der Kilometerzähler blieb zum Schluss nur dreistellig, aber unser Ziel waren keine 1000 km, sondern der Weg, und das haben wir dank Biankas Planung mit größtmöglichem Vergnügen erreicht.
Die Rechnung für den Grillabend am Samstag hat uns der Teutebergwirt übrigens nachgereicht.

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